Mörder-Sudoku: der tägliche Mordfall zum Knobeln
Ein Mörder-Sudoku ist ein Logikrätsel, bei dem aus dem Sudoku-Gitter ein Tatort wird. Das Spielfeld ist der Grundriss eines Herrenhauses mit Zimmern und Möbeln. Du platzierst alle Verdächtigen so, dass in jeder Zeile und jeder Spalte genau einer steht. Die Hinweise verraten, wer in welchem Zimmer war oder neben welchem Möbelstück stand. Passt am Ende alles zusammen, bleibt genau ein Verdächtiger übrig, der allein mit dem Opfer im Zimmer war: der Täter.
Je nach Geschmack heißt das Ganze auch Mord-Sudoku, Mordsudoku, Krimi-Sudoku oder Rätsel im Murdoku-Stil. Das Prinzip bleibt gleich: keine Zahlen, kein Rechnen, kein Raten. Nur Deduktion, bis der Täter keinen Ausweg mehr hat.
Die fünf Regeln
1. Ein Verdächtiger pro Zeile und Spalte
Zwei Verdächtige teilen sich nie eine Zeile oder eine Spalte. Ein 6×6-Fall hat also sechs Verdächtige, und jede Zeile und jede Spalte bekommt genau einen.
2. Zimmer haben kein Limit
Dicke Linien teilen das Spielfeld in Zimmer: Arbeitszimmer, Bibliothek, Küche. In einem Zimmer dürfen mehrere Verdächtige stehen oder auch keiner. Begrenzt sind nur Zeilen und Spalten.
3. Möbel und das Opfer blockieren ihr Feld
Niemand steht auf dem Opfer oder auf einem Möbelstück wie dem Sessel oder dem Herd. Das Feld gehört aber weiter zu seiner Zeile und Spalte: Die Zeile des Opfers braucht trotzdem irgendwo anders einen Verdächtigen. Ein Teppich ist ganz normaler Boden.
4. „Neben“ geht nie durch eine Wand
Neben heißt direkt darüber, darunter, links oder rechts, niemals diagonal. Und jede Zimmergrenze ist eine Wand: Zwei Felder liegen nur dann nebeneinander, wenn sie sich berühren und im selben Zimmer liegen.
5. Wer mit dem Opfer im Zimmer steht, ist der Täter
Steht jeder auf seinem Platz und stimmt jeder Hinweis, teilt sich genau ein Verdächtiger das Zimmer mit dem Opfer. Nenne den Namen, und der Fall ist gelöst.
So fängst du an
- Beginne mit dem strengsten Hinweis. Eine Ecke des Herrenhauses, ein Möbelstück oder ein kleines Zimmer lässt nur wenige Felder übrig.
- Erst ausschließen, dann setzen. Nutze Bleistiftnotizen für blockierte Felder, belegte Zeilen und Spalten und Zimmer, die ein Hinweis ausschließt. Der Großteil der Lösung ist Ausschließen.
- Denk auch in Zeilen und Spalten. Eine Zeile mit nur noch einem freien Feld ist genauso eindeutig wie ein Verdächtiger mit nur noch einem möglichen Platz.
- Lies nach jedem Zug alle Hinweise neu. Ein Hinweis, der anfangs sechs Felder erlaubte, lässt jetzt vielleicht nur noch eines zu.
Du spielst die englische Browserversion? Diese festen Formulierungen kommen immer wieder vor:
- „X was in the Library“: X steht in der Bibliothek. Bei „was not in“ genau nicht.
- „X and Y shared a room“: X und Y stehen im selben Zimmer, müssen sich aber nicht berühren.
- „X stood beside the armchair“: X steht direkt neben dem Sessel, im selben Zimmer.
- „X was right next to the Kitchen“: X steht nicht in der Küche, sondern auf einem Feld, das an sie grenzt. Hier zählen Wände nicht.
- „X stood in a corner of the manor“: X steht auf einem der vier Eckfelder des gesamten Spielfelds.
Alle Regeln mit einem durchgerechneten Beispiel findest du in der ausführlichen Anleitung (Englisch).
Der tägliche Gratis-Fall
Auf murdersudoku.com wartet jeden Tag um Mitternacht (UTC) ein neuer Fall, für alle Spieler dasselbe Spielfeld. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade: leicht (5×5), mittel (6×6) und schwer (7×7). Du brauchst kein Konto und musst nichts herunterladen.
Ehrlich gesagt: Die Browserversion ist auf Englisch. Die Hinweise sind kurz und immer gleich formuliert, mit der Liste oben kommst du also gut zurecht. Wer alles auf Deutsch möchte, nimmt die App.